Alles über Essen & Trinken in Myanmar – Die burmesische Küche

Kulinarische Vielfalt in Myanmar

Die Küche von Myanmar ist so vielseitig wie die Menschen die dort leben dank der zahlreichen Einflüsse aus den asiatischen Nachbarländern, wie z.B. Indien und Thailand. Milde Currys und indische Küche gehören zum traditionellen Repertoire in Myanmar.  Doch auch Feinschmecker und Fast Food-Liebhaber werden in Myanmar nicht verhungern müssen. Für Vegetarier gibt es ein breites Angebot an Gemüse und Obst dank der fruchtbaren Natur des Landes. Während Fleisch eine untergeordnete Rolle in der birmanischen Küche spielt, gibt es eine große Auswahl an Fisch und Meeresfrüchten, die je nach Region und Saison variieren. Eine kulinarische Reise durch Myanmar bietet etwas für jeden Geschmack. 

Streetfood in Myanmar
Streetfood in Myanmar

Essen in Myanmar

Durch die Beeinflussung von seinen Nachbarländern und bereichert von der Vielfalt der unterschiedlichen Volksgruppen, hat Myanmar eine einzigartige Küche geschaffen. Reis ist ein Grundnahrungsmittel und wird zu fast allen Gerichten serviert, egal ob gekocht, verarbeitet zu Nudeln oder als Süßspeise.

In Myanmar wird in der Regel sehr früh gegessen. Das Frühstück wird gerne schon ab 6 Uhr serviert und viele nehmen sich ihr Frühstück mit zur Arbeit oder besuchen vorher einen Essenstand. Traditionell wird eine Schale Mohinga (moun hin: ga) genossen. Mohinga gibt es in zahlreichen Varianten im ganzen Land. Es besteht aus Fisch, der zusammen mit kleingehackten Bananenblüten, Zitronengras, Zwiebeln, Knoblauch und Garnelenpaste zu einer Suppe mit Reisnudeln verkocht und garniert mit Koriander und Limette serviert wird. Es werden je nach Region unterschiedliche Beilagen serviert, wie geröstete Kichererbsen, frittierter Tofu und Frühlingszwiebeln. Ein weiteres beliebtes Frühstück besteht aus Reisnudeln mit Kokosnussmilch, Hühnchen, Zwiebeln und Bohnen, das mit Limettensaft und hart gekochten Eier serviert wird. Ebenfalls beliebt bei Einheimischen sind Klebreisbällchen mit Trockenfisch oder frittierten Bohnen.

Frühstück bei Einheimischen - Eier und Omelette gibt es in allen Varianten!
Frühstück bei Einheimischen – Eier und Omelette gibt es in allen Varianten!

Das Mittagessen gibt oft schon ab 11 Uhr und das Abendessen in der Regel ab 18 Uhr. Pünktlich zur Mittagszeit hört man oft die Frage “Sa:bi:la?” (“Hast du schon gegessen?”). Berufstätige aus umliegenden Büros machen sich dann auf den Weg zu nahe gelegenen Restaurants und Straßenständen. So ist es wenig überraschend, dass dort eine Vielfalt an Leckereien verkauft wird.

Milde Curries am Abend

Kaum ein anderes Gericht wird im asiatischen Raum so zelebriert wie die Zubereitung  von Curry-Gerichten. Myanmar ist bekannt für die Vielfalt der unterschiedlichen Curries, die je nach Region stark variieren. Ein Curry wird traditionell mit gekochtem Reis und einer Auswahl an verschiedenen Beilagen in Extraschalen serviert. An Gemüsesorten gibt es häufig einen Salat-Teller mit Gurken, Karotten, Mango und diversen Kräutern. Zumeist wird auch eine Suppe auf Linsenbasis serviert. Ebenfalls wichtig sind Gewürze oder Gewürzpasten, wie Chilis, Fischsoße, oder auch Garnelenpaste. Als Basis für ein Curry dient entweder Fisch (nga), Garnelen (b’zun), Huhn (dsche’), Schwein (we’tha), Rind (‘me:dha). Fisch oder Fleisch werden mit einer Curry-Gewürzmischung in Sesam- oder Erdnussöl gekocht. Die Grundzutaten für die Gewürzmischung sind Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander, Ingwer, Knoblauch und Zwiebeln.

Curry mit Reis und Rind
Curry mit Reis und Rind

Curries werden normalerweise sehr früh vorbereitet und anschließend warm gehalten. Daher empfiehlt es sich frühzeitig Essen zu gehen. Denn die meisten Restaurants schließen bereits ab 19 oder 20 Uhr, aber keine Sorge: An touristischen Orten können Sie mitunter bis 21:30 Uhr etwas zu essen bestellen. Danach wird es jedoch schwierig.  Essen gehen in Myanmar ist für Europäer im Durchschnitt sehr günstig. Ein mildes Curry mit mehreren Beilagen kostet zwischen 1.500 und 3.000 Kyat.

Mehr Eindrücke gibt es bei asiastreetfood.com

Fisch, Meeresfrüchte und Fleisch essen in Myanmar

Fisch ist ein wichtiger Bestandteil der traditionellen Küche in Myanmar. Die Fische stammen aus dem Regionen am Inle-See, deren Fischer dafür bekannt stehend mit ihren Füßen paddeln, am Küstenstreifen im südlichen Myanmar sowie aus dem Meer an der Rakhine-Küste. In Yangon gibt es zahlreiche gute Fischrestaurants wobei Meeresfische auch in den Hafenstädten im Süden des Landes zu finden ist.

Frisch gebratener Fisch am Ngapali Strand - kosten nur ein paar EUR.
Frisch gebratener Fisch am Ngapali Strand – kosten nur ein paar EUR.

Fleischkonsum spielt eine untergeordnete Rolle in der birmanischen Küche, aber trotzdem findet man Schweine- und Rindfleisch. Allerdings lässt sich wegen mangelnder Kühlung nicht immer sagen, wie frisch das Fleisch ist. Wichtig zu wissen ist auch, dass viele Buddhisten das Fleisch vorzeitiger Tiere nicht essen und die Metzger daher chinesisch oder muslimisch sind. Hindus lehnen Rindfleisch ab während Muslims kein Schweinefleisch verzehren. Geflügel wird von Anhängern aller Glaubensrichtungen verzehrt, doch auch hier gibt es wegen mangelnder Kühlung keine Garantie zum risikofreien Verzehr.

Essen für Vegetarier und Veganer in Myanmar

Allerdings ist es für Vegetarier und Veganer nicht immer einfach ein geeignetes Gericht in einem Restaurant zu finden. Es empfiehlt sich, Reise- oder Nudelgerichte mit Gemüse oder ein the’tha’lu (,,frei von Leben töten”) zu bestellen. Jedoch kann es passieren, dass die Suppe aus einer Fleisch- oder Hühnerbrühe besteht. Daher sollten sich strikte Vegetarier und Veganer auf den Märkten im ganzen Land mit viel Gemüse und Obst eindecken. Wer experimentierfreudig ist, kann auch einen le-pet thouk Salat bestellen. Immerhin auch vegan erhältlich, wird dieser Salat aus fermentieren grünen Teeblättern aus dem Shan-Staat zubereitet und erfreut sich großer Beliebtheit in Myanmar. Die Teeblätter werden kurz aufgekocht und dann für 6 Monate in Bambusstäben verstaut im Boden vergraben. Der le-pet wird nach dieser Zeit wieder ausgegraben und gilt als verzehrfertig. Der Salat wird mit verschiedenen Gewürzen, wie z.B. Ingwer und Knoblauch sowie Nüssen zubereitet.

Es gibt zahlreiche kreative Kreationen von Salaten, die von Myanmars Köchen kreiert wurden. So gilt der Lethoke (le’tho’) als kulinarisches Highlight der birmanischen Küche und bedeutet übersetzt >von Hand zubereitet<. Der fein gewürzte Salat wird mit rohem Gemüse, Obst oder Kräuterblättern zubereitet. Anschließend wird dieser mit Sojasoße, Chilipaste, und Sojabohnenpulver gewürzt. Dazu kommt Tamarinde, Limette und säuerlich eingelegte Früchte. Zur Abmilderung des säuerlichen Geschmacks werden Erdnüsse, geröstete Kichererbsen oder Sojabohnen gereicht.

Tischmanieren

Während es in Restaurants Tische und Stühle sowie Besteck gibt, wird im burmesischen Familienkreis auf dem Boden im Kniesitz mit den Fingern gegessen. Wichtig zu wissen ist, dass der Löffel mit der rechten Hand benutzt wird, während mit der Gabel das Essen darauf geschoben wird. Nudelsuppen werden mit Stäbchen und Löffel gereicht. Mit den Stäbchen fischt man die Nudeln und größeren Zutaten lädt diese auf den Löffel. Nicht verzagen, wenn es nicht beim ersten Mal klappt, denn mit der Übung wird es besser. Anders als in Europa, werden alle Speisen zur gleichen Zeit serviert. Jeder Gast hat ein Hauptgericht bestellt und die dazugehörigen Beilagen werden untereinander geteilt. Falls Sie mal zu Gast bei Birmanen zu Hause, sollte beachten, das es Sitte ist, sich vor und nach dem Essen die Finger im Waschbecken in der Ecke des Esszimmers abzuwaschen.

Essen an der Straße in Yangon.
Essen an der Straße in Yangon.

Traditionelle Gewürze und Einflüsse

Es gibt Kurkuma, Ingwer, Pfeffer, Zimt, Koriander, Kardamom, Anis, Kreuzkümmel, Zitronengras, Tamarinde, Gewürznelken, Besam, Knoblauch sowie verschiedene Curry-Mischungen. Curries sind traditionell mild in Birma und werden zu Reis serviert. Es gibt kein ultimatives Curry-Rezept und jede Familie hat ihre eigene Mischung aus denen sie Curries herstellen. Traditionell besteht die Mischung aus Kurkuma, Kreuzkümmel, Ingwer, Knblauch, Koriander, Salz und Zwiebeln. Milde Curries (tha-hin) werden in der Regel mit Gemüse, Fisch (nga) und Garnelen (bazun) oder mit  Huhn (tschet) oder je nach Region und Glaubensrichtung mit Schwein (we-tha) oder Rind (ameh-dha) serviert. Da Chilis kein Bestandteil der birmanischen Küche sind, fallen die Curries auch nicht so scharf wie Indien aus. Birmanische Curries werden normalerweise schon morgens zubereitet und tagsüber bis zum frühen Abend verkauft.

Indische Restaurants sind zum großen Teil in Yangon, wo eine große Auswahl an schmackhaften Gerichten serviert wird. Zudem ist indische Küche in Yangon preiswert im Vergleich zu touristischen Orten, an denen keine Inder leben. Zudem gibt es indische Teigtaschen (Samosa) in Teehäusern im ganzen Land.

Restaurants von indisch-stämmigen Muslimen sind mit der Ziffer 786 gekennzeichnet und servieren gute Biryani, ein Curry-Reisgericht mit Gemüse, Cashews und Huhn. Die Zahl 786 ist heilig für Muslimen und zeigt auch an, das kein Schweinefleisch serviert wird.

Thailändische Küche hat sich ebenfalls in Myanmar etabliert, wobei es nur wenige Restaurants gibt mit wirklich authentischer Zubereitung und sind meistens nur etwas schärfer gewürzt.

Viele vegetarische Gerichte mit Reis
Viele vegetarische Gerichte mit Reis

Westliche Küche in Myanmar

Vor allem französische, italienische und deutsche Küche ist in Myanmar vertreten. So locken Restaurants mit Bratwurst und Sauerkraut am touristischen Ngapali Beach. Die Preise sind deutlich teurer als traditionelle Küche und vergleichbar hoch wie in guten europäischen Restaurants. Gerade große Hotels bieten eine ausgezeichnete Auswahl an europäischen Gerichten, wie zum Beispiel Pasta, Pizza und Brot.

Vor allem in Yangon, Mandalay, Kalaw und am Ngapali-Strand gibt es westliche Küche – eigentlich überall, wo westliche Touristen auch hinkommen!

Pizza in Bagan - schweizer haben hier eine Pizzeria eröffnet - die Touristen mögen es.
Pizza in Bagan – schweizer haben hier eine Pizzeria eröffnet – die Touristen mögen es.

Snacks – Für den kleinen Hunger

Snacks erfreuen sich großer Beliebtheit in Myanmar und die Bevölkerung liebt kleine Zwischenmahlzeiten. Auf den zahlreichen Märkten, und abends auf den Straßen gibt es Köche, die mir ihrem Wok frittierte Spezialitäten zubereiten und Händler, die Kleinigkeiten an Passanten verkaufen. Eine große Auswahl an Snacks gibt es in den Teehäusern und an Straßenständen im gesamten Land. Indische Teestuben bieten z.B, frisch gebackenes Naan (Fladenbrot), Frühlingsrollen und Samosa (Teigtaschen mit Gemüsefüllung) an. Die chinesischen Teehäuser bieten mit frittiertem Gebäck, Dampfbrötchen und süße Kleinigkeiten. Birmanische Snacks locken mit Reiskuchen, süßem Klebreis, gefüllten Bananenblätter und frittierten Teigstangen.

Allerhand Frittiertes für zwischendurch - echt lecker.
Allerhand Frittiertes für zwischendurch – echt lecker.

Ausgehen in Myanmar – Restaurants in Myanmar

Die kulinarische Szene in Myanmar ist im Kommen und mittlerweile gibt es sogar in Provinzstädten eine beachtliche Auswahl an Restaurants. In Touristenstädten wie Yangon und Mandalay werben große Hotels mit Themenessen wie International Buffets oder Seafood Specials. Fernab von Touristenhotels und Yangon, wird es schwieriger, gute international Restaurants zu finden. Hier gibt es oft einheimische und schlicht gehaltene Lokale, die früh schließen. Zur Mittagszeit reicht es sich in einem der birmanischen Curry-Restaurants anzustellen und mit Handzeichen auf das gewünschte Menu zu zeigen.

Neben birmanischen Restaurant gibt es auch viele chinesische Restaurants in den größeren Städten. Diese bieten oft wechselnde Menus auf Reis- oder Nudelbasis an. In touristischen Gegen um Yangon, dem Inle-See und Mandalay finden sich gehobene Restaurants, die unterschiedliche asiatische, oder auch europäische, Speisen servieren.

Im Vergleich zu Vietnam und Thailand sind die hygienischen Zustände in birmanischen Garküchen leider relativ schlecht und man sollte als Tourist besonders achtsam sein. Doch unter der Berücksichtigung der Vorsichtsmaßnahmen kann man in Garküchen gut und günstig essen.

Bier, Alkohol & Wasser: Trinken & Getränke in Myanmar

Die Wichtigkeit von Teehäusern in Myanmar

Der Besuch in einem der birmanischen Teehäuser gehört zu den Highlights einer jeden Reise nach Myanmar. Die sogenannten Teashops gehören fest zum Bestandteil des Lebens in Myanmar und sind wichtige soziale Treffpunkte für die Einheimischen. Teehäuser gibt es sogar in außerhalb gelegenen Dörfern und gelten in ganz Myanmar als nationale Institutionen. Die meisten öffnen früh morgens ab 5 Uhr und schließen nachmittags. Ab 17 Uhr öffnen  dann die abendlichen Teehäuser und haben bis spät nachts geöffnet. So gelten diese Häuser auch als alternatives Wohnzimmer zum Treffen mit Freunden, Familie und sogar Geschäftskollegen. Hier trifft man sich mit Freunden, zum Filme schauen oder um einfach zu entspannen. Wichtig zu wissen ist, dass Alkohol tabu ist, aber dafür Chai Tee, Kaffee und Snacks serviert werden.

Die Vielfalt von Tee in Myanmar ist enorm!
Die Vielfalt von Tee in Myanmar ist enorm!

Kaffee in Myanmar

Locals trinken schwarzen Kaffee, Touristen freuen sich auf westlichen Kaffee mit Milch. Eigene Cafébohnen werden z.b. in Kalaw und dem Rest des Shane Staates angebaut.

Cafe aus dem Shane-Staat
Cafe aus dem Shane-Staat

Tipp für Café aus Kalaw

Das kleine Cafe Kalaw bietet eigenen Cafe an, den man auch kaufen für zu Hause kann. Die Adresse: Hnee Pagoda Rd, Kalaw.

 

Likör, Whiskey, Gin & Co.

In Myanmar werden verschiedene Alkoholsorten angebaut und verkauft. Der orangefarbene Likör shwe leinmaw, der einem Weinbrand ähnelt, wird in den Bergen des Shan-Staates zwischen Kalaw und Taunggyi gebrannt. Einen noch höheren Alkoholgehalt hat der birmanische Schnaps ayeq hpyu oder der sogenannte Dschungelschnaps, taw ayeq. Außerdem gibt es eine Auswahl an Fruchtweinen und Kräuterschnäpsen.

Der sogenannte Mandalay-Rum, Gin und in Myanmar hergestellter Whisky gehören ebenfalls zu dem festen Sortiment an birmanischen Alkoholika. In touristischen Städten werden zudem auch ausländische Weine, vorwiegend aus Australien und Frankreich, geführt.

Alkohol aus Myanmar
Alkohol aus Myanmar
Wie schmeckt Rum & Gin aus Myanmar?

Die Burmesen haben einen eigenen Geschmack, Rum und Gin sind sehr hochprozentig. Wer nicht extra nach Myanmar reisen will, der bekommt z.b. hier die Möglichkeit Rum zu probieren bei einem Rum- und Gintasting.

Rum aus Mayanmr - es gibt mehrere Marken!
Rum aus Mayanmr – es gibt mehrere Marken!

Bier in Myanmar

Bier ist bei den Männern das Nationalgetränk am Abend. Überall gibt es das Myanmar beer zu trinken und zu kaufen. Birmanisches Bier hat einen leichten Geschmack und einen deutlich geringeren Alkoholgehalt (ca. 5 %) als andere südostasiatische Biere.

Myanmar Bier - gibt es überall zu kaufen.
Myanmar Bier – gibt es überall zu kaufen.

Aufgrund der Beliebtheit gibt es noch andere Marken aus Myanmar: Andaman Gold, Regal Seven, ABC und Dagon Beer. Anderes Bier aus Asien gibt es in den Supermärkten auch zu kaufen: Tiger beer aus Singapur, Chang aus Thailand oder Leo aus Thailand. Hier eine Übersicht der Biere aus Myanmar.

Trinkwasser & Alkoholfreie Getränke

Sauberes Trinkwasser wird in verschweißten Plastikflaschen verkauft und gute Anlagen bieten Mineralwasser aus Kanistern zum Nachfüllen an. Es ist wichtig, nur dieses Wasser zu benutzen und auf Leitungswasser komplett zu verzichten. Auch zum Zähneputzen sollte unbedingt Trinkwasser benutzt werden. Zudem ist ein Notfalles mit Entkeimungstabletten für längere Touren und Wanderungen empfehlenswert. So können auch Touristen aus Nordamerika und Europa von den aufgestellten Wasservorräten trinken. Auch bei Eiswürfeln sollte auf die Qualität geachtet werden und vorsichtshalber nur in großen und teuren Hotels benutzt werden.

Auch in Myanmar gibt es eine Reihe an lokalen Marken, die Softdrinks verkaufen, wie z.B. Star, Fruit und Lemon Sparkling. Die kleinen Flaschen kosten zwischen 100-200 Kyat, oder in touristischen Gegenden sogar bis zu 1.000 Kyat.

Fruchtsäfte, Milchshakes und Eiscreme sind ebenfalls erhältlich in Myanmar und finden sich immer häufiger in Bars und Restaurant in touristischen Vierteln. Wobei Shakes noch sehr selten getrunken wird und zumeist gezuckerte Kondensmilch angeboten wird. Doch in Hotels und Restaurants in Yangons, am Inle-See und am Ngapali Beach gibt es auch einen klassische westlichen Milchkaffee zu bestellen.

Gesundheit: das Auswärtige Amt sagt Folgendes

Durchfallerkrankungen
Durchfallerkrankungen treten in Myanmar sehr häufig auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Vereinzelte Cholerafälle treten vor allem in der Regenzeit auf und sind durch entsprechende Hygiene ebenfalls vermeidbar.

Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Alles zur Gesundheit

Auswärtiges Amt

FAQ: Trinken und Essen in Myanmar

  1. Was muss ich beim Ausgehen in Myanmar beachten?

In den Touristengegenden und Yangon gibt es eine große Auswahl an nationalen wie internationalen Restaurants. Häufig konkurrieren die großen Hotels mit abwechselnden Themenessen und locken mit kulinarischen Spezialitäten.

  1. Wie verhält es sich mit Garküchen?

Leider sind die hygienischen Zustände in birmanischen Garküchen relativ schlecht und man sollte unbedingt die Faustregel der WHO (Weltgesundheitsorganisation) beachten: Rohe Nahrungsmittel sowie ungeschältes Obst und Gemüse sollte gemieden werden. Wenn man sich an die Vorsichtsmaßnahmen hält, wird man auch in Garküchen gut und günstig essen können.

Garküchen verkaufen allerhand außergewöhnliches Essen - z.B. insekten.
Garküchen verkaufen allerhand außergewöhnliches Essen – z.B. Insekten, Spinnen oder kleine Vögel.
  1. Was ist eine Betelnuss?

Die Betelnuss ist das populärste Genussmittel Myanmars. Die pflaumengroße Frucht der Arecapalme wird klein geschnitten und in ein Blatt des Betelpfeffers gelegt. Dazu kommt gelöschter Kalk sowie Anis oder Tabakblätter, der anschließend gekaut und ausgespuckt wird. Die Mischung gilt als Stimulans und ist beliebt für ihre verdauungsfördernde Wirkung.

  1. Wo kann ich eine Weinprobe in Myanmar besuchen?

Besonders empfehlenswert ist der Besuch der Weinberge des Red Mountain Estate, der sich etwas 4 km Südestlich von Nyaung Shwe an der der Straße nach Mine Taug erstreckt. Von dem Weingut geniesst man einen fantastischen Blick auf den Inle-See.

Weinprobe in Myanmar
Weinprobe in Myanmar
  1. Was sind Curries?

Curries sind Gewürzmischungen bestehend aus Kurkuma, Kreuzkümmel, Ingwer, Knoblauch, Gewürznelken, Anis und Chili, die zusammen mit einer Basis aus Gemüse und/oder Fisch/Fleisch mit Sesam- oder Erdnussöl langsam eingekocht werden.

  1. Gibt es regionale Besonderheiten in Myanmar?

Ja, die landschaftliche Vielfalt des Land zeigt sich auf in der Küche wieder. In Nieder-Myanmar, das in der Nähe des Meeres und es viele Flüsse gibt, gehören z.B. Fisch und Meeresfrüchte zu den wichtigsten Nahrungsquellen während im hohen Norden eine pikante und gemüsereiche Kost genossen wird.

  1. Was ist Lephet Toke?

Lephet Toke ist ein Teesalat bei dem junge Teeblätter zerkleinert und mit Salz und Pfeffer in einem geschlossenen Bambusrohr fermentiert wird. Die fermentierten Teeblätter werden mit Kombination von Limetten, gelöstesten Besam und Erdnüssen serviert.

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