Bagan in Myanmar – Sehenswürdigkeiten von Bagan

Bagan – das müssen Sie über Bagan wissen

Wer eine Reise nach Bagan macht, der wird diese sein Leben lang nicht vergessen. Nicht nur, weil es in der Stadt und dem Umland so staubig trocken ist, denn das Gebiet liegt in einer Trockenzone, in der jährlich im Durchschnitt nur 1000 mm Niederschlag fallen, sondern weil der Anblick des 40 km² großen Tempelareals vollkommen beindruckend und faszinierend ist. Die alte Königsstadt am Ufer des Ayeyarwady besticht durch ihre über 3000 Monumente, die für jeden Besucher einen nachhaltig bleibenden Eindruck verschaffen. Besonders bei Sonnenaufgang entwickelt sich das Tempelareal durch die eindringenden Sonnenstrahlen zu einer malerischen Stätte, die viele bis dahin Gesehene in den Hintergrund rücken lässt.

Bagan gilt nicht ohne Grund zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in ganz Asien!

Dementsprechend sollte Bagan bei keiner Rundreise durch Myanmar fehlen, denn die historische Stadt und ihre Geschichte sowie künstlerischen Sehenswürdigkeiten ist ein der architektonischen Meisterleistungen Asiens. So finden sich abseits der Städte wie Mandalay oder Yangon, in denen der Wandel des myanmarischen Volkes bereits ersichtlich wird, in Bagan noch ein Stück unberührte Kulturlandschaft. Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Einblick in die Stadt Bagan und das Umland sowie seiner Geschichte und Architektur, welche die Stätte derartig berühmt gemacht hat.

WICHTIG: Egal, wann Sie nach Bagan kommen: Planen Sie Ihren Aufenthalt einige Zeit im Voraus! Ob Hotel, Flug oder Ballonfahrt, vor allem on der Zeit von November bis Ende Januar sollten Sie Ihren Aufenthalt gut planen!

Die Geschichte von Bagan

Die Geschichte Bagan steht im Zusammenhang mit der Geschichte der Bamar in Oberbirma. Durch deren Vordringen aus den Norden des Landes und der Ansiedlung an den Ufern des Ayeyarwady entstand im Umland des heutigen Bagans das damalige Königreich der Bamar. Pukam, welches im Jahr 849 von den Bamar eingenommen wurde, wurde die Hauptstadt des Königreiches. Die Geschichte Bagans ist darüber hinaus aber auch die Geschichte einer Vielzahl von Herrschern, die in der Stadt und der Dynastie ihre Macht ausübten.

Wie alt ist Bagan?

Die Eroberung von Pukam war der Anfang Bagans. Zwar heißt die Stadt erst seit 1989 Bagan, doch die Geschichte der Stadt wird bereits seit dem Jahr 849 geschrieben. Erstmalig Erwähnung fand Bagan beziehungsweise Pukam, wie es in den myanmarischen Chroniken zu finden ist, im Jahr 1050.

In diesem Jahr wurde die Stadt zu einer bedeutenden Stätte und Zentrum eines Großreiches. Dafür verantwortlich war der König Anawratha, der von 1044 bis 1077 das erste birmanischen Königreich regierte. Zur Festigung des Reiches wurden durch den König weitere Gebiete entlang des Flusses Ayeyarwady erobert, zudem setzte in dieser Zeit ein regelrechter Bauboom in der Stadt Pukam ein. Auch der Thronfolger von König Anawratha, König Kyanzittha, welcher bis in das Jahr 1112 regierte, wurde der Bebauung der Flächen mit religiösen Tempeln und Kulturen fortgesetzt.

Im 13. Jahrhundert erfolgte der Niedergang des ersten birmanischen Reiches, hierfür waren vor allem finanzielle Gründe die Ursache, denn die Steuereinnahmen blieben dem Königreich aus. Dies hatte zur Folge, dass in der Zeit nach den weiteren beiden baufreudigen Königen Narapatisithu (reg. 1173 – 1210) sowie Nadaungmya (reg. 1210 – 1234) sowohl Hungers- als auch Geldnöte ausbrachen. So war das 13. Jahrhundert das Anfang vom Ende Bagans, denn als zusätzlich die Eroberungszüge des Mongolenführers Kublai Khan auch das birmanische Reich erreichten, begannen die Einwohner die Flucht aus der Stadt. Das neue Zentrum des Königreiches wurde daraufhin 180 Kilometer nördlich in Sagaing (später Inwa) errichtet.

Die Architektur in Bagan

Die Architektur in Bagan ist besonders eindrucksvoll. Die Sehenswürdigkeiten sind künstlerische Meisterleistungen und Motiv für eine Vielzahl von Bildern. Der Bauboom in Bagan begann bereits mit dem 11. Jahrhundert und setze sich in den nachfolgenden Jahren fort. Daher finden sich heutzutage 3400 Bauwerke in der Stadt am Ayeyarwady. Diese lassen hinsichtlich ihrer Konstruktion unterscheiden. Demnach sind in Bagan sowohl Tempel (pahto), Stupas (zedi), Klosteranlagen (kyaung) sowie weitere religiöse Stätten wie Ordinationshallen oder Schreine auffindbar.

Die Bauphasen in Bagan

Die Architektur der Bauwerke Bagans ist vor allem mit den Wirkungszeiten der Könige verknüpf In diesem Zusammenhang lassen sich auch drei unterschiedliche Bauphasen an den Bauwerken der Stadt identifizieren.

Die Tempel aus der frühen Phase, die zeitlich vor dem 11. Jahrhundert einzuordnen ist, wirken sehr gedrungen. Dass dies so wahrgenommen wird, liegt an den niedrig gehaltenen Haupträumen und den Flach ansteigenden Dachkonstruktionen der Gebäude. In der zweiten, der mittleren Bauphase, im 12. Jahrhundert, wurden die Gebäude vor allem kubisch gestaltet. Das heißt, die Stockwerke sind deutlich voneinander abgehoben und die großen Fenster und Türöffnungen lassen im Vergleich zur ersten Phase viel Licht in die Bauten. In der späten Bauphase, die während des 13. Jahrhunderts erfolgte, finden sich verschiedene Baurichtungen und Inspirationen. In dieser Zeit dienten beispielsweise alte Tempel als Vorbild oder diese wurden ganz neu konstruiert und komplett anders gestaltet.

Eine große Anzahl der errichteten Tempel, genau genommen 347, sind mit zusätzlichen Wandmalereien versehen. Diese datieren zum Großteil aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Leider sind heutzutage nicht mehr alle Malereien ersichtlich, sodass es ursprünglich durchaus noch weitere Tempel mit den künstlerischen Arbeiten gegeben haben könnte.

Die Bauten in Bagan

Vorwiegend wurden in Bagan die Bauten aus Holz hergerichtet, dazu gehörten besonders eine Vielzahl an religiösen Gebäuden wie die Ordinationshallen oder die Wohnräume der Mönche. Darüber hinaus war auch der Ziegelstein ein bevorzugtes Baumaterial in Bagan, welcher in unmittelbarer Nähe der Stadt gebrannt wurde. In wenigen Fällen wurde auch der nördlich von Bagan vorkommende Sandstein als Material für die Konstruktion der Gebäude benutzt, aber in den meisten Fällen nur zur Sicherung der Statik.

Orientierung und Überblick über Bagan

Die Stadt Bagan an sich ist eine vergleichsweise kleine Stadt. Im Gegensatz zu den großen Städten und Touristenattraktionen, wie Mandalay oder Yangon, die beide Millionenstädte sind, leben in Bagan lediglich 22 000 Menschen. Deswegen ist bei einer Reise nach Bagan nicht nur die Stadt selbst, sondern auch das Umland von Relevanz.

Die Orientierung in Bagan

Die Stadt Bagan sowie das Umland lassen sich anhand der verschiedenen Ortschaften aufteilen. Demnach liegt im Norden Bagans das wirtschaftliche Zentrum Nyaung-U, das sowohl den Flughafen als auch den Busbahnhof beherbergt. Von Nyaung-U in Richtung Südwesten aus wird das ehemaligen politische Zentrum Alt-Bagan erreicht. In dieser Ortschaft liegen die wichtigsten Tempelanalagen. Die Einwohner Alt-Bagans wurden im Jahr 1990 zwangsumgesiedelt und leben gegenwärtig im 4 Kilometer weiter südlich gelegenen Neu-Bagan. Dort finden sich mittlerweile auch eine große Anzahl von Hotels, Gasthäusern und Restaurants Etwa ein Kilometer südlich von Alt-Bagan befindet sich die Ortschaft Myinkaba, in der zahlreiche Lackwerkstätte zu besichtigen sind.

Zur besseren Orientierung innerhalb der Tempelanlage wurden die Tempel den verschiedenen Ortschaften zugeordnet, sodass sich auch auswertige Besucher in der großen Anlage leichter zurechtfinden können.

Stadtplan von Bagan


Besichtigung der religiösen Stätten

Für eine Besichtigung der Tempel, Stupas und Klosteranlagen empfiehlt es sich aufgrund des weitläufigen Geländes ein Rad zu mieten. Viele Unterkünfte und Geschäfte verleihen die Räder, welche je nach Anbieter zwischen 1 € und 2€ (herkömmliche Räder) beziehungsweise zwischen 4 € und 5€ (Elektroräder) pro Tag kosten.

Wer es dagegen ein wenig gemütlicher möchte und nicht selbst sportlich aktiv sein will, für den ist es ratsam, sich eine Pferdekutsche samt Fahrer zu mieten. Für umgerechnet knapp 15 € kann so eine bequeme Tagestour gemietet werden. Für eine Tour während des Sonnenuntergangs sind die Preise erheblich höher, dafür verlangen die Fahrer circa 10 € pro Stunde.

Auf keinen Fall sollte bei der Besichtigung der religiösen Sehenswürdigkeiten eine Taschenlampe vergessen werden, denn die ist für zahlreiche Tempel notwendig.

Eintrittspreise

Für den Besuch der archäologischen und künstlerischen Stätten wird ein einmaliger Eintrittspreis von 15 USD fällig. Dieses Ticket wird beispielsweise am Flughafen oder bei der Anreise mit dem Bus, an einem dafür vorgesehenen Schalter erworben. Kontrolliert wird es eigentlich nie, doch gleich bei der Ankunft am Flughafen wird man nicht drum herum kommen dieses zu zahlen.

Eintrittspreise und Kosten in Bagan - Was kostet Bagan?
  • Eintrittsgebühren für die Tempel: 15 USD gültig eine Woche
  • Fahrrad pro Tag: 1 bis 2 EUR
  • Elektroroller pro Tag: 5 bis 10 EUR
  • Pferdekutschetour: 15 EUR
  • Ballonfahrt: zwischen 300 und 400 EUR
  • Übernachtung: zwischen 30 und 200 EUR

Ballonfahrten in Bagan

Ein weltbekanntes Motiv im Zusammenhang mit Bagan sind die Ballons, die über die Tempeln fahren. Immer zum Sonnenaufgang starten eine Vielzahl von ihnen in den Himmel, um über die Tempelanlage zu fahren und den Touristen das ganze Ausmaß des Areals aufzuzeigen. Eine Ballonfahrt über dieser Kulisse ist nachweislich ein nicht zu vergessendes Erlebnis. Jedoch sind die Kosten für eine derartige Tour nicht besonders typisch für Myanmar.

Kostet beispielsweise die Eintrittskarten für die Tempelanlage nur 15 € und die Miete eine Pferdekutsche nochmals 15 € am Tag, so muss für eine Fahrt mit einem Heißluftballon zwischen 300 € und 350€ gezahlt werden. Die Ballonfahrt dauert auch meist nur zwischen 45 und 60 Minuten. An Bord sind zwischen 8 und 16 Personen.

Drei Ballonfahrten Anbieter in Bagan:

Gelbe Ballone: Golden Eagle Ballooning – 320 US$ – 3 Heißluftballone

Rote Ballone: Balloons over Bagan – 330 US$ – 11 Heißluftballone

Grüne Ballone: Oriental Balloons – 350 US$ – 7 Heißluftballone

Mittlerweile gibt es in Bagan drei verschiedene Anbieter für diese Ballonfahrten. Diese unterscheiden sich nur marginal in den Preisen. Demnach ist das günstigste Angebot jenes des Anbieters Golden Eagle Ballooning, welches bei einem Preis von 320 US$ liegt. Etwas teurer ist die Fahrt mit dem Unternehmen Balloons over Bagan, welche 330 US$ kostet. Knapp 350 US$ kostet eine Ballonfahrt mit Oriental Ballooning. Gegen einen Aufpreis von 40 US$ – 60 US$ bietet jedes Ballonfahrtunternehmen zudem noch eine luxuriöserer Variante an, die beispielsweise ein Frühstück an Bord beinhaltet. Wer eine Fahrt mit dem Heißluftballon über Bagan beabsichtigt, sollte dies bereits rechtzeitig im Voraus buchen, da es durchaus zu Ausbuchungen bei dieser beliebten Attraktion kommen kann.

Die Top 10 Sehenswürdigkeiten

Ananda-Tempel

Der heiligste Tempel Bagans, der Ananda Tempel, befindet sich vor Alt-Bagan und ist einer der größten und schönsten Tempel. Er ist sowohl innen als auch außen sehr beeindruckend. Die vier Buddhastatuen im Inneren sind etwa zwölf Meter hoch und komplett vergoldet. Sie sind so aufgestellt, dass jede von ihnen in eine der vier Himmelsrichtungen blickt. Man sieht den ungefähr 50 m hohen Tempel von beinahe überall auf dem Pagodenfeld.  Mit seiner goldenen Kuppel und der beeindruckenden Architektur ist er auch von außen sehr schön. Jedes Jahr im Dezember oder Januar findet dort ein Fest statt. Es dauert eine Woche und zieht tausende Menschen zum Beten und Feiern an.

Shwesandaw-Pagode

Der Name der Shwesandaw-Pagode in Minnanthu bedeutet übersetzt so viel wie „Goldene Haarreliquie“ und genau diese soll die Pagode, gemäß der Legende, beinhalten. Als eine der ersten Pagoden wurde diese von König Anawrahtas im Jahr 1057 erbaut. Um den malerischen Sonnenuntergang über dem Tempelfeld sehen zu können, empfiehlt sich die Shwesandaw-Pagode besonders gut.

Sulamani Guphaya Tempel

Der Sulamani Guphaya Tempel liegt zwischen Alt-Bagan und Minnanthu. Errichtet im 12. Jahrhundert, unter der Herrschaft des Königs Narapatisithu, ist dieser Tempel architektonisch noch den Mon-Typus verpflichtet. Nichtsdestotrotz war der Suamani Guphaya Tempel in seiner Bauart beispielsweise dem Htilominlo-Tempel Vorbild.

Dhammayangyi Tempel

Stark dem Ananda-Tempel, der 200 Meter östlich von Alt-Bagan zu finden ist, ähnelt der Dhammayangyi Tempel. Dieser wurde im Jahr 1170 währende der Regentschaft des Königs Narathu erbaut. Der Tempel befindet sich circa 1 Kilometer südöstlich von Alt-Bagan. Interessanter Weise entspricht der Grundriss des Tempels einem griechischen Kreuz. Zudem besagt eine Legende, dass der König das Bauwerk mehrmals untersuchte. Dafür nahm er eine Nadel. Wenn es ihm gelang, diese zwischen die Steine zu zwängen, dann wurden die Arbeiter des Tempels hingerichtet.

Alt- und Neu-Bagan und Nyaung U sind die drei Orte, die das berühmte Pagodenfeld umgeben. Die über zweitausend Tempel stammen aus dem 11. bis 13. Jahrhundert, sind aus Ziegelsteinen gebaut und bis heute erhalten. Die größte, aber nicht die höchste Tempelanlage in Bagan ist der Dahmmayangyi. Das pyramidenförmige Aussehen erhält das Bauwerk durch die Anordnung der einzelnen Stockwerke. Er ist sehr auffällig und schon von weitem zu erkennen. Die Einheimischen meiden den Tempel jedoch nachts, weil er durch seinen Erbauer, dem grausamen König Naratu, stark mit Leid und Tod verbunden ist.

Shwezigon-Pagode

In Bagan, das bekannt ist als die Stadt der vier Millionen Pagoden, ist die Entscheidung, welche heiligen Stätten man besuchen sollte, nicht einfach. Ein paar besondere Bauten gibt es allerdings, die man auf jeden Fall gesehen haben sollte. Dazu gehört auch die Shwezigon Pagode. Sie zählt zu den beeindruckendsten Bauwerke Bagans und ist der Inbegriff birmanischer Baukunst, vollständig vergoldet und reich verziert. Mehrere Reliquen Buddhas befinden sich in ihrem Inneren. 1059 begann König Anawratha die Pagode zu erbauen. Der Legende nach ließ er einen weißen Elefanten den Standort bestimmen, weshalb heute ein großer Elefant am Eingang steht.

Htilominlo-Tempel

Einer der letzten großen Tempelbauten Bagans ist der Htilominlo-Tempel. In der Regierungszeit des Königs Nandaungmya (reg. 1211–1230) wurde der Tempel erbaut. Mit seiner architektonischen Bauweise erinnert an die Tempel aus dem 12. Jahrhundert, denn er besitzt eine quadratische Basis, auf die sich die weiteren Stockwerke aufbauen. Mit einer Höhe von 46 Metern gehört der Htilominlo-Tempel zu einem der höchsten Tempel Bagans.

Bulethi Tempel

Bezüglich der Aussprache des Bulethi Tempels gibt es verschiedene Formen. Die Einheimischen sprechen diesen Bu Le Thi aus, darüber hinaus existieren Versionen, die den Tempel als Bulethi oder Buledi bezeichnen. Abgesehen von der Kontroverse um den Namen des Tempels ist dieser ein echter Geheimtipp, wenn es darum geht, den Sonnenaufgang zu betrachten. Denn anders als zu den großen Tempeln Bagans, wagen nur wenige den Weg zum Bulethi Tempel.

Ballonfahrten über Bagan

Die Ballonfahrten über das Tempelareal sind ein ganz besonderes Highlight für Bagan. Durch die Überfahrt der Anlage, am besten zum Sonnenaufgang, ergibt sich ein malerisches Bild, welches Ewigkeiten im Gedächtnis bleiben wird. Gegenwärtig gibt es für die Ballonfahrten über Bagan mehrere Unternehmen, die dies anbieten. Eine ausführliche Betrachtung dieser Sehenswürdigkeit ist unter Abschnitt 12 zu finden.

Thatbyinnyu Tempel

Der höchste Tempel in Bagan befindet sich in Alt-Bagan. Der Thatbyinnyu Tempel wurde im 12. Jahrhundert unter König Alaungsithu errichtet. Insgesamt bemisst der Tempel eine Höhe von 61 Metern und besteht aus zwei aufeinandergesetzten Quadern, die jeweils zwei Stockwerke umfassen. Diese Form der Architektur ist symbolisch für die zweite Bauphase in Bagan.

Dhammayazika-Pagode

Ende des 12. Jahrhunderts, in der frühen Bauphase der Stadt Bagan, wurde die Dhammayazika-Pagode fertiggestellt. Diese befindet sich heute östlich von Alt-Bagan. Die Architektur sowie der Anblick der Pagode sind nicht nur wegen der roten Ziegelsteinen sehenswert und eindrucksvoll. Zum Sonnenaufgang ist die Pagode ein Geheimtipp, da sie nur wenige Touristen aufsuchen.

Die Top 10 : Was kann ich in Bagan tun?

Aktivitäten und Tagesausflüge

Wer nicht nur die Zeit in Bagan mit dem Besuch der Tempelanlage und der Besichtigung der religiösen Sehenswürdigkeiten verbringen möchte, für den bietet das nahe Umland der Stadt einige interessante Attraktionen.

Was kann man in Bagan machen?

Eine Tour zum Mount Popa wird von jedem Reisebüro angeboten. Ein Besuch des 737 Meter hohen Berges ist ein besonderes Highlight bei einer Reise nach Bagan. Denn auf der Spitze des Berges befindet sich eine kleine Pagode, die für die Menschen in Myanmar ein wichtiges Heiligtum darstellt. Des Weiteren kann zum Beispiel eine Bootsfahrt auf dem Ayeyarwady getätigt werden. In der Nähe der Bupaya-Pagode warten den ganzen Tag über Fahrer mit ihren Booten.

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang bestaunen

Um den Sonnenaufgang von einem der Tempel aus mitzuerleben, muss man früh aufstehen. Ca. um 05.30 Uhr sollte man spätestens auf einem Tempel sein, damit man ihn auch nicht verpasst. Doch das frühe Aufstehen lohnt sich. Der Ausblick ist atemberaubend und die Erinnerungsfotos wunderschön. Bei Sonnenaufgang sind zwar weniger Touristen unterwegs, meistens aber trotzdem genug. Von der Schwesandaw Pagode kann man sowohl den Sonnenaufgang als auch den Sonnenuntergang gut beobachten. Sie ist dann jedoch auch sehr überfüllt. Alle, die lieber die Atmosphäre genießen wollen, sollten daher andere Pagoden als Aussichtspunkt wählen. Die Auswahl ist ja groß genug. Aber egal welcher Tempel es wird, die Aussicht ist überall wunderschön.

Radtour unternehmen

Für alle, die in Bagan nicht nur zu Fuß alte Tempel besichtigen wollen, gibt es eine praktische Alternative: das Fahrrad. Einfach ein Rad mieten und damit eine Tour um die Stadt machen. Dabei ist jedoch ein E-Bike klar zu empfehlen, weil es zur Mittagszeit oft sehr heiß wird und die Strecken zwischen den Tempeln lang sind. Außerdem ist es mit einem normalen Fahrrad schwierig auf den staubigen und schlechten Straßen voranzukommen. Auf jeden Fall macht es eine Menge Spaß mit dem Rad die Umgebung zu erkunden. Denn egal ob man in der Stadt unterwegs ist oder eine Tour in der näheren Umgebung plant, ein besonderes Erlebnis ist es auf alle Fälle.

Markt in Nyaung U besuchen

Neben den ganzen Tempeln und Pagoden in Bagan sollte man auch andere Teile der Stadt besuchen. Dazu gehört auch ein Markt. Besonders der Markt in Nyaung U ist zu empfehlen. Auf dem täglich stattfindenden traditionellen Markt findet man neben Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch auch Kleidung und die berühmten Lacquerwaren. Obwohl in Nyaung U relativ wenige Touristen unterwegs sind, ist es doch ein sehr belebter Markt. Einen Besuch ist er aber immer Wert, da man so die besten Einblicke in das Leben der Menschen in Myanmar bekommt.

Lacquerware Workshop besuchen

Lacquerware oder Lackarbeit ist ein altes aus China stammendes Handwerk. Dabei werden Haushaltsgegenstände wie Töpfchen und kleine Schachteln, aber auch schöne Buddhafiguren und Opferschalen gemacht. Letztere erfordern jedoch besondere Fachkenntnisse. Das Grundmaterial ist Bambus, aus dem Rahmen geflochten werden. Diese werden mit Ölen lackiert und anschließend kunstvoll verziert.

In den Workshops kann man den Einheimischen bei der Arbeit zusehen, man erfährt mehr über die Herstellung der Lackerware und darf dann natürlich auch selbst unter Anleitung ein Gefäß herstellen. Man erhält Einblicke in das alltägliche Leben der Menschen und macht sich nebenbei ein schönes Andenken an die Zeit in Myanmar.

Ballonfahrt machen in Bagan

Egal wo, eine Fahrt in einem Heißluftballon ist immer ein beeindruckendes Erlebnis. Doch in Bagan ist es besonders schön. Man hat nicht nur einen wundervollen Ausblick über die Tempel des alten Bagan und bekommt so einen ganz neuen Eindruck von der Stadt, sondern erlebt auch den Sonnenaufgang aus einer ganz anderen Sicht. Die Ballonfahrten finden nämlich immer frühmorgens statt, sind das aufstehen aber auf jeden Fall wert. Für 300 – 400 $ sind auch der Transfer vom Hotel und wieder zurück sowie ein Frühstück in den Tempelanlagen mitinbegriffen. Ein besserer Start in den Tag ist kaum möglich.

Tagesausflug: Mount Popa Taung Kalat

Hierbei handelt es sich um einen 737 m hohen Vulkankegel mit einem buddhistischen Mönchskloster auf der Spitze. Der Berg ist ein wichtiges Heiligtum in Myanmar und ein sehr bedeutender Pilgerort für Mönche, Nonnen und Gläubige. Der Aufstieg ist nicht besonders schwierig und oben angekommen hat man einen atemberaubenden Ausblick über das Land und auch zum Mount Popa. Eine gute Alternative, wenn eine Ballonfahrt nicht auf dem Programm steht. Man sollte jedoch vorsichtig sein auf dem Popa Taung Kalat, denn es wimmelt nur so von Makakenaffen. Da sollte man aufpassen wo man hintritt und alles Essbare sicher vor den flinken Räubern verwahren.

Bootsfahrt auf dem Irrawaddy River

Ebenfalls empfehlenswert ist eine kleine Bootsfahrt auf dem Irrawaddy River oder auch Ayeyarwady River genannt. Besonders schön ist eine solche Fahrt abends, zum Sonnenuntergang. Der Fluss spielt in Myanmar eine große Rolle. Er ist nicht nur eine Handelsroute für Schiffe, sondern auch eine wichtige Wasserquelle für die Menschen dort. Die Lebensader der Bauern und Fischer. Entlang des Ayeyarwady sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten Myanmars zu finden. Darunter eben auch die historische Königsstadt Bagan mit seinen zahlreichen Tempeln und Pagoden. Auch wenn der Fluss selbst sehr unscheinbar wirkt, ist er doch etwas Besonderes. Und mit etwas Glück sieht man bei einer Bootsfahrt vielleicht sogar die berühmten Irrawaddy-Delfine.

Reiseplan für Bagan

Weil die Tempelanlage in Bagan außerordentlich groß ist, sollte ein längerer Aufenthalt für die Stadt und ihrem Umland eingeplant werden, um alle interessanten Sehenswürdigkeiten betrachten sowie mindestens einen Sonnenuntergang innerhalb des Tempelareals erleben zu können.

Wieviel Tage in Bagan?

Je nach Interesse sollten mindestens zwei, wenn nicht sogar, drei bis vier Tage für Bagan geplant werden. Damit wirklich auch alle architektonischen Bauwerke betrachtet werden können ist es ratsam lieber länger in der Stadt zu verweilen. Aufgrund der Trockenzone, in der sich Bagan befindet, gibt es auch hinsichtlich der Reisezeit keine besonderen Einschränkungen.

Anreise nach Bagan

Eine Reise nach Bagan von Deutschland aus, kann nicht direkt erfolgen. Der Flughafen in unmittelbarer Nähe zu Bagan, Nyaung-U, hat keinen internationalen Verkehr. Zwar fliegen täglich mehrere Airlines von einigen deutschen Flughäfen nach Myanmar, mit Zwischenstopp in Bangkok oder Istanbul, doch diese haben entweder Mandalay oder Yangon als Ziel. Deswegen ist es für einen Trip nach Bagan notwendig, über die Nachbarstaaten Myanmars einzureisen oder in die beiden größeren Städte, Yangon oder Mandalay zu fliegen und von dort aus weiter nach Bagan beziehungsweise Nyaung-U zu reisen.

Wie lange fliegt man von Bangkok nach Bagan?

Wer von Deutschland aus nicht auf direkten Weg nach Myanmar einreist, sondern beispielsweise einen längeren Zwischenhalt in Bangkok vornehmen möchte, für den besteht die Möglichkeit, auch von Bangkok nach Bagan zu reisen. Jedoch ist auch in diesem Fall eine Zwischenlandung über mindestens einen myanmarischen Flughafen notwendig. Dementsprechend dauern die Flüge von Bangkok aus auch mitunter 9 Stunden, da lange Aufenthaltszeiten an den myanmarischen Flughäfen die Regel für diese Strecke sind.

Wie kommt man von Yangon nach Bagan?

Von Yangon kann die Reise nach Bagan auch unabhängig von einem Flugzeug durchgeführt werden, denn neben den verschiedenen Luftfahrtunternehmen, die Flüge nach Nyaung-U anbieten, stehen zudem die Optionen zu Verfügung per Bus oder Bahn nach Bagan beziehungsweise Nyaung-U zu reisen.

Der Flug von Yangon aus kostet ungefähr 100-120 € und dauert im Schnitt 80 Minuten. Günstiger, aber dafür länger ist die Fahrt mit dem Bus und der Bahn. Per Bus kann Bagan innerhalb von 8 bis 9 Stunden erreicht werden, circa 15 € sind für diese Tour notwendig. Die Bahn dagegen benötigt noch ein wenig länger, nahezu 17 Stunden wird in diesem Fall für die Dauer für die Strecke von Yangon nach Bagan veranschlagt. Der Preis dafür ist ähnlich dem des Busses und liegt bei 16 €.

Wie kommt man von Mandalay nach Bagan?

Von Mandalay aus kann durch die Nutzung vier verschiedener Transportmittel die Weiterreise nach Bagan angetreten werden. Neben Flugzeug, Bus und Bahn, steht zudem noch die Option Bootsfahrt zur Verfügung. Diese dauert circa 11 Stunden und kostet 50 €. Mit dem Flugzeug geht es auch auf dieser Strecke bedeutend schneller. Zwischen 20 und 30 Minuten dauert der Flug nach Nyaung-U, welcher zwischen 60 € und 70 € kostet. Die Busfahrt (6 Stunden) und die Zugfahrt (7 Stunden) sind auf dieser Strecke preislich auch wieder nahezu identisch und kosten jeweils circa 15 €. Vom Flughafen Nyaung-U sowie vom Busbahnhof Nyaung-U ist die Weiterfahrt direkt nach Bagan mit dem Taxi möglich. Die Kosten hierfür betragen 5 €.

Übernachtung in Bagan

Bagan bietet seinen Gästen eine Vielzahl an Übernachtungsmöglichkeiten an. So ist für jedes Reisebudget das passende dabei. Neben Gasthäusern und Hostels, in denen einfache Zimmer beziehungsweise Betten in Schlafsälen zwischen 10 € und 18 € kosten sind einfache Hotels bereits für einen Zimmerpreis ab 20 € bis 25 € erhältlich. Natürlich gibt es auch in Bagan luxuriöse Vier- und Fünf-Sterne-Hotels. Für diese liegen die Übernachtungskosten zwischen 50 € und 150 € pro Nacht pro Zimmer.

Übernachtungstipps: Wir waren 3 Tage im Bagan Hotel River View für knapp 150 EUR pro Nacht (über Sylvester) und dann noch 3 Tage in einem kleinen Guesthouse für knapp 50 EUR / Nacht, dem Oasis Hotel.

Fortbewegung innerhalb Bagans

Aufgrund der Größe und der Weitläufigkeit Bagans ist es nicht besonders ratsam, diese Stadt zu Fuß zu erkunden. Wie bereits erwähnt, gibt es aber die Möglichkeit sich Fahrräder oder Pferdekutschen zu mieten, mit denen eine Fortbewegung innerhalb der Stadt problemlos möglich ist. Neuerdings sind auch Elektro-Roller sehr beliebt.

Wer fit und sportlich ist, der kann ohne Probleme mit dem Fahrrad unterwegs sein, doch meiden Sie unbedingt die Mittagshitze.

 

Essen und Trinken in Bagan

In Bagan gibt es eine unzählige Auswahl an Restaurants und kulinarischen Angeboten. In Nyaung-U hat sich mittlerweile eine richtige Restaurantmeile entwickelt – die Strasse heisst „Thiripyitsaya“ und beherbergt z.B. ein tolle Pizzeria – wer Heimweh hat. Grundsätzlich gibt es in Bagan, wie in den anderen wichtigsten Orten Myanmars, burmesisches, thailändisches, japanisches und indisches Essen.

 

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