Myanmar Reisen

Myanmar: Reisen in ein Land der 1000 Pagoden

Seit der Öffnung des Landes im Jahr 2011 wird Urlaub in Myanmar immer beliebter. Dennoch ist das Land bei Weitem nicht so touristisch geprägt, wie etwa sein Nachbar Thailand. Viele Reisende schätzen das ehemalige Birma gerade deshalb, da es sich einiges seiner Ursprünglichkeit bewahrt hat. Hier, so heißt es, kann man das originale Südostasien mit seinem ganz besonderen Flair erleben, wobei stets ein Hauch von Abenteuer mitschwingt. Egal, ob man in seinen Ferien auf Trekking und Bewegung steht, eine einzigartige Kultur und unglaublich freundliche Menschen kennenlernen möchte oder seine Zeit an unberührten Traumständen verbringen möchte – Myanmar bietet eine unglaubliche Vielfalt. Hier gibt es unsere Top 10 der Myanmar Sehenswürdigkeiten.

Myanmar - Land der 1000 Pagoden
Myanmar – Land der 1000 Pagoden

Rundreisen durch Myanmar

Wer den langen Weg nach Myanmar antritt, der möchte in der Regel auch einiges von dem vielfältigen Land sehen. Die beste Möglichkeit Land und Leute besser kennenzulernen ist eine Myanmar-Rundreise. Da der Tourismus in Myanmar keine lange Tradition hat, ist eine organisierte Reise die richtige Alternative für alle, die sich auf die ganz besonderen Eindrücke konzentrieren wollen, ohne zu viel selbst planen zu müssen. Da fast alle internationalen Flüge in Yangon landen, bildet die alte Hauptstadt zumeist den Ausgangspunkt. Mit der Shwedagon-Pagode erwartet einen bereits hier eines der Wahrzeichen des Landes in der überraschend ruhigen Millionen Metropole. Bei einem längeren Aufenthalt ist häufig ein Tagesausflug zum Golden Rock geplant.

Von Yangon führt die beliebteste Route in den Norden zu den Tempeln und historischen Stätten des Buddhismus in Bagan. Etwas weiter östlich liegt die alte Königsstadt und zweitgrößte Stadt des Landes, Mandalay, die unter anderem mit der wahrscheinlich längsten Teakholz-Brücke der Welt begeistert.  Von dort führt der Weg weiter nach Südosten zum Inle-See. Eingehüllt in eine atemberaubende Flora und Fauna begeistert der Inle-See mit seinen Stelzendörfern und schwimmenden Gärten. Entspannung pur bringt eine Kanu-Tour. Wer es aktiver mag, kann hier eine Trekking Tour mitmachen. Danach führt der Weg in der Regel zurück nach Yangon, wo man je nach Dauer der Reise noch ein paar Tage Strand integrieren kann.

Golden Rock in Myanmar
Golden Rock in Myanmar

Gruppenreisen und Bildungsreisen in Myanmar

Die meisten Gruppenreisen durch Myanmar mit einer deutschsprachigen Reiseleitung sind auf zwei bis drei Wochen angelegt. Häufig orientieren sie sich entlang der klassischen Reiseroute Yangon – Bagan – Mandalay – Inle-See. Da der Tourismus des Landes eher in den Kinderschuhen steckt, gibt es weit weniger begleitete Reisen mit Reiseführer als in anderen südostasiatischen Ländern. Da man auch der Infrastruktur den jahrzehntelangen Stillstand unter der Militärdiktatur anmerkt, ist man mit Bussen und Zügen bisweilen sehr lange unterwegs. Viele Gruppenreisen setzen daher auf Inlandsflüge, insbesondere für die weiteren Strecken von Yangon in den Norden. Oft werden Teile der Strecke auch auf den malerischen Flüssen des Landes mit dem Boot zurückgelegt.

Strandurlaub in Myanmar

Myanmar bietet ähnlich wie Thailand und Vietnam wirklich paradiesische Strände, die dazu einladen den Alltag zu vergessen. Der beliebteste Strand ist der Ngapali Strand in der Nähe der Stadt Thandwe. Da das Gebiet für Myanmar überdurchschnittlich touristisch geprägt ist, erwartet einen ein gewisser Luxus, der allerdings seinen Preis hat. Restaurants, Hotels und Bungalows sind hier zu Genüge vorhanden. Wer zum Sonnenbaden lieber einsam in Robinson Crusoe Atmosphäre am Strand liegen möchte, der kann die Reise in den Süden zum Myeik Archipel antreten. Neben Entspannung kann man hier auch Surfen. Es ist allerdings etwas schwieriger dorthin zu gelangen und man sollte sich vorher informieren, welche Bereiche überhaupt bereisbar sind.

Der Ngapali Beach in Myanmar
Der Ngapali Beach in Myanmar

Tauchurlaub in Myanmar

Die unberührte Natur im Myeik Archipel ermöglicht  ein einzigartiges Taucherlebnis. Die Riffe bieten eine unglaubliche Artenvielfalt und eröffnen ungeahnte Unterwasserwelten. Da das Archipel sehr schwer zugänglich ist, sollte unbedingt ein Tauchkurs oder eine Tauchsafari mit erfahrenen Guides, wie etwa PADI (Professional Association of Diving Instructors) gebucht werden. Auf mehrtägigen Tauchreisen, wie live-aborad cruises, wo man teilweise eine Woche auf dem Schiff verbringt, kommt man besonders gut an die entlegenen Buchten Myanmars und ist häufig der einzige Taucher weit und breit. Hierbei trifft man nicht selten auf Seepferdchen, Barrakudas oder Thunfische. In etwas tieferen Gewässern sind auch Haie und Rochen zu finden.

Backpacking in Myanmar

Backpacking ist in Myanmar auch auf eigene Faust gut möglich, allerdings sollte man etwas Erfahrung mitbringen und einige Unannehmlichkeiten ausblenden können. Noch gibt es nicht so viele Low Budget Unterkünfte, wie etwa Hostels. Auch in den erschlossenen Gegenden können Hotelbetten in der Hochsaison knapp werden. Es empfiehlt sich also bereits vorher, mit einem geeigneten Reiseführer, wie beispielsweise Lonely Planet,  eine Route auszuwählen und Unterkünfte zu buchen. Auch die Infrastruktur ist nicht besonders gut ausgebaut und Teile des Landes dürfen von Touristen gar nicht bereist werden. Wer sich damit abfinden kann, der erlebt allerdings ein echtes Abenteuer. Zudem ist Myanmar für die sehr große Gastfreundlichkeit berühmt, die einen leicht über ein paar Schwierigkeiten hinwegsehen lässt.

Myanmar: Eine Reise ins Land der netten Einwohner
Myanmar: Eine Reise ins Land der netten Einwohner

Individuelles Reisen in Myanmar

Wer sich keiner Reisegruppe anschließen möchte und Myanmar individuell erkunden will, sollte einige Zeit in die Vorbereitung der Reise stecken. Bei der Planung sollte man berücksichtigen, dass einige Gegenden nicht für Touristen zugänglich sind und andere aufgrund der politischen Lage auch kurzfristig zu vermeiden sind. Da es in weniger gängigen Gegenden kaum Hostels und Guesthouses gibt, sollte man sich unbedingt vor der Reise bereits über mögliche Unterkünfte informieren oder sich lokalen Guides anschließen, die einem auch zu außergewöhnlichen Schlafplätzen in Klöstern oder bei Stämmen verhelfen können. Die klassischen Reiserouten sind jedoch problemlos auch selbst organisierbar. Bei der Wahl des Fortbewegungsmittels sollte man im Hinterkopf haben, das einige Strecken mit Bus und Zug sehr viel Reisezeit in Anspruch nehmen.

Kreuzfahrt und Flussfahrten in Myanmar

Der Irrawaddy ist der bedeutendste Fluss Myanmars und durchfließt das gesamte Land vom Norden in der Nähe der chinesischen Grenze bis nach Süden, wo er in der Nähe von Yangon ins Meer mündet. Dabei passiert er die schönsten Orte des Landes, wie Bagan und die Modehauptstadt Mandalay. Die klassische Route einer Rundreise lässt sich also auch absolute entschleunigt auf dem Schiff, vorzugsweise einem traditionellen Schiff aus Teakholz, zurücklegen. Dabei sollten für die weiteren Routen von/ nach Yangon etwa zehn Tage eingerechnet werden. Wer eine kürzere Flussfahrt in seine Rundreise einbauen will, für den eignet sich eine Tagesreise zwischen Bagan und Mandalay.

Yogareisen in Myanmar

Eine Reise für Körper und Seele bieten besondere Yogareisen nach Myanmar. Das Land wir in der Regel in Begleitung einer Lehrerin erkundet und durch Yoga an den bezauberndsten Orten Myanmars ergänzt. Hier kann man sich zwischen Tempeln, Pagoden und Tee Oasen der Ruhe und Entspannung schaffen und das Land des Buddhismus von einer ganz anderen Seite kennenlernen.

Als Frau in Myanmar reisen

Myanmar ist insgesamt ein relativ sicheres Land, auch für Frauen. Zwar erscheint es den Bewohnern Myanmars möglicherweise etwas befremdlich, dass europäische Frauen alleine reisen, etwas zu befürchten hat Frau allerdings nicht. Selbstverständlich gelten auch für Frauen die allgemeinen Hinweise für Reisende und generell sollte gerade beim Betreten von religiösen Stätten der nötige Respekt entgegengebracht werden.

Reisen mit Kindern in Myanmar

Wenn man mit Kindern nach Myanmar reist, ist eine gute Vorbereitung nötig. Insgesamt sollte man darauf achten, sich nicht zu viel vorzunehmen, da Inlandsreisen teilweise sehr unkomfortabel und beschwerlich sind, was Kinder schnell überanstrengen kann. Mit kleinen Kindern muss man ganz besonders auf die niedrigeren Hygienestandards eingestellt sein und besonders vorsichtig sein. Auch die medizinische Versorgung ist nicht flächendeckend gegeben, was bei der Reiseplanung berücksichtigt werden muss. Im Sommer wird es sehr warm, was für jüngere Kinder schnell zu heiß werden kann. Abseits davon ist Myanmar allerdings ein sehr kinderfreundliches Land und Familien werden überaus gastfreundlich behandelt.

Reisen für Schwule und Lesben in Myanmar

Homosexualität ist in Myanmar zwar grundsätzlich nicht strafbar, könnte theoretisch jedoch unter das Gesetz der „Unnatural Offence“ gefasst werden. Zwar sind keine Fälle davon bekannt, dennoch ist Myanmar gegenüber Homosexuellen deutlich unaufgeschlossener als andere Länder in Südostasien. Man sollte sich eher bedeckt halten und seine Sexualität nicht offen zur Schau tragen. In der Vergangenheit kam es zu gewaltsamen Übergriffen auf Männer in Frauenkleidern. Gegenüber diskreter Homosexualität ist der Buddhismus einigermaßen tolerant. Über die letzten Jahre ist mit der Öffnung jedoch eine leichte Entspannung zu erkennen.

Über Hotels, Pensionen & Gasthäuser in Myanmar

Myanmar bietet wirklich für jeden Geldbeutel und Geschmack etwas. Vorweg sei jedoch gesagt, dass das Land keineswegs so günstig ist, wie man es vielleicht vermuten könnte. In den größeren Städten gibt es viele Hotels. Für jene, die einem durchschnittlichen europäischen Standard entsprechen muss man in etwa 50 bis 60€ pro Nacht einrechnen, nach oben hin sind allerdings kaum Grenzen gesetzt. In einfachen Gästehäusern kann man durchaus für 5€ pro Nacht unterkommen, dies ist allerdings mit erheblichen Abstrichen bei Komfort und Hygiene verbunden. Entlang des beliebten Ngapali Strandes finden sich viele touristische Ressorts in den ländlichen Gegenden sind hingegen sehr wenige Unterkünfte vorhanden. Zu den beliebtesten Reisezeitpunkten kann es sein, dass alle Betten ausgebucht sind, daher sollte man sich frühzeitig um ein Zimmer bemühen. Die Low-Budget Unterkünfte sind in Myanmar, aufgrund des geringen Angebots, deutlich teurer als etwa in Thailand und die Preise nehmen kontinuierlich zu. Alle Infos zu Hotels, Unterkünften und dem Schlafen in Myanmar.

Bagan Hotel River View - ein teures und edles Hotel in Bagan.
Bagan Hotel River View – ein teures und edles Hotel in Bagan.

Anreise: Fluglinien und Flughäfen

Hauptanreise Ort ist der internationale Flughafen von Yangon, in letzter Zeit wird aber auch der Flughafen von Mandalay zunehmend bedient. Non-stop Verbindungen gibt es derzeit nicht aus Deutschland. Die meisten Verbindungen führen über die thailändische Hauptstadt Bangkok, zum Beispiel mit der Lufthansa ab München oder Frankfurt. Viele asiatische Airlines fliegen zudem von ihrem Heimatflughafen aus nach Myanmar, zum Beispiel Qatar Airways ab Frankfurt, Berlin oder München über Doha nach Yangon oder Vietnam Airlines ab Frankfurt über Saigon. Von Bangkok aus bedienen viele kleinere Fluglinien die Strecke nach Myanmar. Hier kommt man mit Airasia, Bangkokair oder ThaiLionAir günstig zu den größten Flughäfen Myanmars. Innerhalb des Landes lässt sich viel Zeit durch Inlandsflüge einsparen. Insbesondere die beliebte Strecke zwischen Yangon und Bagan lässt sich schnell mit nationalen Airlines wie Air Mandalay oder Air Bagan zurücklegen. Alle Infos zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in Myanmar.

Flugzeug von Air KBZ
Flugzeug von Air KBZ

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