Militärputsch: Alle Flüge nach Myanmar bis 31.Mai eingestellt

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Myanmars Regierungsbehörde, die für den Flugverkehr zuständig ist, hat alle nationalen und internationalen Passagierflüge im Land eingestellt. Alle bisherigen Genehmigungen für Landungen und Starts in Myanmar wurden widerrufen. Dies schließt alle inländischen und internationalen Hilfsflüge ein.

Update am 3.2.:

Wie die deutsche Botschaft in Rangun auf Facebook mitteilt, ist der Airport wieder geöffnet:

„Liebe Landsleute, die politische Situation in Myanmar bleibt angespannt, und die Entwicklungen der kommenden Tage kann niemand vorhersagen. Bitte beachten Sie weiterhin unsere am Montag veroeffentlichten Hinweise und Empfehlungen, besonders zur Moeglichkeit der Online-Registrierung in unserer Krisenvorsorgeliste ELEFAND (elefand.diplo.de). Sobald Sie in ELEFAND eingetragen sind, erhalten Sie von uns bei wichtigen konsularischen Entwicklungen und Informationen eine direkte Nachricht.

Eine gute Neuigkeit gibt es: Der Flughafen in Rangun (Yangon) ist zur Zeit wieder geoeffnet. In den kommenden Tagen und Wochen sollen verschiedene Fluege, z.B. nach Seoul, Kuala Lumpur oder Singapur erfolgen, mit Weiterflugmoeglichkeiten nach Europa. Wenden Sie sich bei Interesse bitte an Reisebueros oder Fluglinien.
Sollten Sie zusaetzliche Fragen haben, die individuelle Beratung oder Unterstuetzung erfordern, schicken Sie uns eine e-mail an info@rangun.diplo.de. Wir antworten und helfen Ihnen gerne.
Bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich auf!
Ihre Botschaft Rangun“

Nach dem gestrigen Militärputsch in Myanmar wurden alle Piloten angewiesen, nicht ohne Erlaubnis nach Myanmar zu fliegen. Dies geht aus einer Notice to Airmen (NOTAM) hervor, die von der Myanmar Times eingesehen und am 1. Februar an alle Piloten ausgegeben wurde.

Laut dem NOTAM wurden alle Flüge ausgesetzt und die Flughäfen bis zum 31. Mai, geschlossen. Die ausländischen Botschaften im Land haben die Bürger darüber informiert, dass die internationalen Flüge bis zum 30. April ausgesetzt werden.

Die US-Botschaft in Myanmar sagte auf ihrer Facebook-Seite, dass die Straße zum internationalen Flughafen in Rangoon, der grössten Stadt des Landes, am Montag geschlossen wurde. Auf Twitter hiess es, dass „Berichte darauf hinweisen, dass alle Flughäfen in Myanmar geschlossen sind.“

Die US-Botschaft gab auch eine „Sicherheitswarnung“ heraus, die besagt, dass sie sich der Inhaftierung der Führerin Myanmars, Aung San Suu Kyi, bewusst ist, wie auch der Abschaltung einiger Internetdienste, auch in Rangoon.

Die U.S.-Botschaft Rangoon ist sich bewusst, dass das burmesische Militär einige politische Führer inhaftiert hat, darunter auch die Staatsrätin Aung San Suu Kyi. Das Internet ist in bestimmten Gebieten des Landes nicht verfügbar, auch nicht in einigen Teilen Rangoons. Es besteht das Potential für zivile und politische Unruhen in Burma, und wir werden die Situation weiter beobachten.

Wir raten allen U.S.-Bürgern in Burma, die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, einschließlich

Vermeiden Sie unnötige Reisen
Überprüfen Sie Ihren persönlichen Sicherheitsplan
Achten Sie auf Ihre Umgebung
Verfolgen Sie die lokalen Nachrichten für Updates

Vermeiden Sie große Versammlungen und Demonstrationen, die jederzeit und ohne Vorwarnung gewalttätig werden können. Seien Sie wachsam und verhalten Sie sich unauffällig. Wenn Sie angehalten werden, befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.

„Es besteht die Möglichkeit ziviler und politischer Unruhen in Burma, und wir werden die Situation weiter beobachten,“ sagte es unter Verwendung des früheren Namens Myanmars.

Das US-Aussenministerium hatte zuvor eine Erklärung herausgegeben, in der es sagte, dass es durch die Machtübernahme des Militärs am Montag „alarmiert“ sei.

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